Hardline 

Eine Supergroup damals und heute!

 1992 wurden Hardline als eine sogenannte Supergroup gegründet, erregten sehr viel Aufsehen und vereinten damals hochkarätige Gründungsmitglieder, wie Neal Schon (Journey), Deen Castronovo und die Brüder Johnny und Joey Gioeli. Danach wurde es still um die Band und jedes der Mitglieder ging seiner Wege, bis schließlich in den 2000ern wieder neues Material in die Regale der Händler wanderte. Leider ist heute, im Jahre 2019, mit Johnny Gioeli, nur noch ein Original-Mitglied in dieser Formation aktiv. Jedoch viele Besetzungswechsel später, tut dies der Qualität von Hardline, rund um den Ausnahmesänger Gioeli, keinen Abbruch, denn mit der neuen Veröffentlichung „Life“, kehrt die Band mit einem Paukenschlag zu den alten Zeiten von „Double Eclipse“ aus dem Jahr 1992 und damit zu ihren Wurzeln zurück und zeigt sich mit einer eindrucksvollen Produktion unter den Lebenden! Es wurde in den letzten beiden Jahren Seitens der Band sehr viel live in ganz Europa gespielt, was den kraftvollen, neuen Spirit der Herren und Dame widerspiegelte. Natürlich war ich neugierig, über die neue Scheibe mehr zu erfahren und den Profi zu seinem Werdegang mit Hardline zu befragen.

 Zunächst einmal ist „Life“ wieder ein wirklich fantastisches, kraftvolles Hardline-Album geworden, Johnny! Glückwunsch dafür! Wie lange hat der Produktionsprozess vom Songwriting bis hin zum fertigen Album gedauert? Habt ihr in den Jahren einen gewissen Rhythmus entwickelt?

„Wir sind sehr schnell, Brother. Für mich ist Musik keine Raketenwissenschaft. Es ist ein Gefühl, eine Idee und eine Vision. Sobald sich diese Stücke verbunden haben, sollte das Lied fließen. Ich denke, wir haben das gesamte Album in zirka 3–4 Wochen geschrieben. Wahrscheinlich schneller, wenn wir keine anderen Lebensverpflichtungen hätten. Hahaha. Ich mag duschen. Hahahahaha.“

 Mit „Life“ legt ihr eine musikalische Zeitreise zu euren/deinen ersten Alben zurück, ohne andere Scheiben außer Acht zu lassen, natürlich in zeitgenössischem Produktionsstandard. Sehr kraftvoll! Das spürt man deutlich. Wie hat sich das musikalische Image der Band seit Beginn der 90er Jahre grundlegend verändert? Hat sich der grundsätzliche Style zusätzlich zur Besetzungsänderung angepasst, oder war es eine automatische, kontrollierte Entwicklung?

„Nun, offensichtlich sind wir nicht genau dieselbe Band. Das spürt man auch in der Musik. Aber die Hardline von heute repräsentieren für mich immer noch dieses alte Gefühl. Dieses Album besonders. Es steht bereits in der Top 20 Rock Playlist von Apple Music. Whoooohohoooooooo! Ja!!! Ich bin immer noch aufgeregt von diesem Zeug, wenn ich es höre! Ich denke, diese Band hat eine viel größere musikalische Reichweite. Mit anderen Worten, wir können uns viel besser anpassen als damals.“

 Das müsst ihr wohl gar nicht, wenn man die neue Veröffentlichung anhört. Grundsätzlich seid ihr seit deiner Bandgründung immer eine Supergroup gewesen, pragmatisch gesagt, was nicht zuletzt vielen großartigen Musikern zu verdanken war. Was unterscheidet deiner Meinung nach die Besetzung von heute mit der von damals, mit den Originalmitgliedern? War es schwer für dich, dich an die verschiedenen Konstellationen anzupassen?

„Ich denke, dass Sterne, Mond und Planeten perfekt mit Hardline übereinstimmen. Was eine großartige Band zu einer großartigen Band macht, ist das Teamwork und das Verständnis für die Rolle jeder Person. Wir haben das! Es ist offensichtlich, dass die Fans meine Stimme hören und die Hardline aus den 90ern hören, an die sie sich erinnern. Dies wird NIEMALS weggehen. Ich möchte, dass die Fans die Musik und den Stopppppppp-Vergleich zu schätzen wissen. Hahaha Es ist mehr als 25 Jahre später … aber ich verstehe es! ‘Double Elipse’ war ein episches Album. Ich habe buchstäblich auf dem Weg nach Hause, von einem Lauf, nur ein paar Tracks gehört.“

 Betrachtest du die Formation Hardline HEUTE eigentlich als dein Projekt, als Solo-Musiker mit wechselnden Mitgliedern oder als Band?

„Das ist einfach beantwortet. Wenn ich es nicht ohne meine Partner realisieren kann, ist es eine Band. Hahaha. Nein, es war immer eine Band für mich. Immer!“

 Wie kam die Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen Marco di Salvia und Mario Percudani zustande? Du hast dir mit den beiden ja zwei großartige Joker ins Boot geholt!

„Absolut magical, brother. Diese Typen sind großartige Musiker und vor allem erstaunliche Leute, mit denen man wirklich arbeiten kann. Jeder kümmert sich echt um den anderen. Ich hatte das noch nie so. Noch nie! ‘Life’ ist das Werk von ALL OF US, das zusammen in Teamwork geschrieben wurde. Ich kann mir nicht vorstellen, wie das noch wachsen wird. Aber es wird! Ich bin ein alter Mann von fast 52 und fühle mich wie 22 mit einem 18-jährigen Penis. Hahahaha. Ich fühle mich erneuert und geehrt und ich hoffe, du kannst das in meiner Stimme hören. Ich liebe mein Musikleben.“

 In der Tat, das hört man tatsächlich, mein Lieber, und deine Beschreibung finde ich klasse und lebensnah hahaha. Mit einer Frau am Bass seid ihr eine sehr ungewöhnliche Besetzung in dieser Konstellation. Das ist sehr interessant! Wie kam es eigentlich zu dieser Zusammenarbeit?

„Anna ist ein wahrer Starman! Sie ist solide, sexy und macht die Kerle vor der Bühne verrückt. Hahahahahaha! Beobachte sie einfach auf der Bühne und sieh zu, wie die Jungs dahinschmelzen. [Hört nicht auf zu lachen] Anna war früher Ales Freundin. So haben wir uns alle getroffen. Als ich sie spielen hörte, war ich süchtig. Sie ist toll!“

 Da kann ich mich nur in allen Punkten anschließen! Zurück zu „Life“. Wie funktionierte das Songwriting? Wer macht was davon und wer ist für die Texte zu „Life“ verantwortlich? Wie läuft der Entwicklungsprozess bei euch?

„Mario und Ale haben an der Musik und ich an den Texten und Melodien gearbeitet. Dies war eine Zusammenarbeit bis zum Maximum. Ich habe den Schreibprozess geliebt. Ale schrieb auch ein paar lyrische Songs ... aber jedes Mitglied spielte bei der Erstellung dieses Albums eine Rolle.“

Text: Steve Leikeim
Pic: Riccardo Bernardi

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