Vandenberg’s MoonKings

Wer ist das eigentlich?

Als Adrian Vandenberg vor drei Jahren mit seiner neuen Band MoonKings auftauchte, war die Überraschung groß. Der in den Fünfzigern in den Niederlanden geborene Gitarrist schien in den Jungbrunnen gefallen zu sein. Das damalige, gleichnamige Debüt klang klassisch und modern zugleich und offenbarte ein unglaubliches Potential. Zusammen mit dem bis dahin praktisch unbekannten Übersänger Jan Hoving sowie Bassist Sem Christoffel und Schlagzeuger Mart Nijen-Es formte Adrian quasi aus dem Nichts einen der hoffnungsvollsten Newcomer der letzten Jahre. Und verschwand nach einigen Konzerten und Festivalauftritten (unter anderem Rock Of Ages in Seebronn und Loud Park in Tokyo) wieder. Doch im Gegensatz zu Manic Eden, der Band, in der Adrian in den Neunzigern seine nicht gerade kleine Kreativität mit Rudy Sarzo, Tommy Aldridge und Little Caesar-Sänger Ron Young bündelte und das unglaubliche „Manic Eden“-Album aufnahm, tauchen die MoonKings wieder auf. Das neue Album „MK II“ setzt genau da an, wo das Debüt vor drei Jahren aufhörte, und klingt noch frischer und geschlossener.
Eine sehr angenehme Überraschung zum Ende eines sehr ereignisreichen Jahres. Wir trafen uns mit Adrian und seiner Band in Aschaffenburg.

Besonders erstaunlich sind diese neuerlichen Aktivitäten im Hinblick auf die Handgelenksverletzung, die den Gitarristen seinerzeit in den Achtzigern daran hinderte, auf dem Whitesnake-Album „Slip Of The Tongue“ zu spielen. Das ging damals sogar so weit, dass böse Zungen behaupteten, Adrian wäre nicht fit genug gewesen, um im Studio loszulegen. Oder überhaupt als Musiker weiterzumachen. Die Gitarren sind damals bekanntlich von Steve Vai eingespielt worden.
„Was auch immer die Leute behaupten oder denken“, lacht der blonde Musiker und seit Jahren auch erfolgreicher Maler über einer Tasse Milchkaffee. „Spätestens auf dem nächsten Whitesnake-Album ‘Restless Heart’ konnte ich – glaube ich zumindest – damals beweisen, dass ich mit David [Coverdale] im Studio arbeiten kann. Manche Leute erzählen sehr viel – können aber nicht viel halten. Ich kümmere mich nicht sonderlich darum, sondern lasse lieber Taten für mich sprechen. Niemand hat mich gezwungen, jenseits der Sechzig noch eine neue Band aufzuziehen. Mit Musikern, die locker meine Söhne sein könnten. Aber ich wollte das tun. Und bislang habe ich diese Entscheidung absolut nicht bereut. Und meine Handgelenksverletzung damals in den Achtzigern … Ich verletzte mein Handgelenk mit den falschen Übungen. Vorher schon, Anfang der Achtziger, noch vor der Band Vandenberg, war ich in einen Autounfall involviert, aus dem ein Schleudertrauma resultierte. Und das war in Verbindung mit den falschen Übungen fatal. Irgendwann konnte ich wieder normal spielen, wir spielten Ende der Neunziger eine Abschiedstournee mit Whitesnake, die sich später als gar keine richtige Abschiedstournee herausstellte … Und dann bekam meine damalige Freundin eine Tochter. Und ich habe beschlossen, nicht einer von diesen Vätern zu werden, die ihr Kind nicht richtig kennen, weil sie nie da sind. Und die von ihrem Kind nicht erkannt werden und mit der Frage ‘wer ist das eigentlich’ konfrontiert werden, wenn sie durch die Haustür gehen. Ich verschrieb mir also ein paar Jahre Pause. In der wollte ich mich um meine Tochter kümmern und malen. Später wollte ich die Malerei wieder mit der Musik kombinieren, weil die beiden Dinge in meinem Kopf zueinander gehören. Aber irgendwie blieb es nur bei der Malerei.“
Text: Nikolas Krofta
Pic: Stefan Schipper

 

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