Revolution Saints

Helle und dunkle Momente im Leben

Die Revolution Saints mit Deen Castronovo, Jack Blades und Doug Aldrich sind zwar auf einem guten Weg, um den Projektstatus hinter sich zu lassen und zu einer richtigen Band zu verschmelzen. Mit ihrem zweiten Output „Light In The Dark“ hat das Trio auf jeden Fall mal einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht. Um Doug Aldrich und seine Mitstreiter aber vollends zufrieden zu machen, fehlt noch etwas ganz Wichtiges. Was, das verrät der frühere Dio- und Whitesnake- und jetzige The Dead Daisies-Gitarrist im Laufe des Interviews.

„Ich denke, wir sind mit dem zweiten Longplayer stilistisch ein wenig breiter aufgestellt und haben von der Power etwas zugelegt. Mit diesem Wunsch bin ich auch an die Aufnahmen rangegangen, speziell was die Bandbreite der einzelnen Stücke angeht. Und siehe da, es hat genau so geklappt, wie ich es mir vorgestellt habe“, freut sich Doug Aldrich.

Gib es darüber hinaus weitere Ziele, die der Klampfer mit dem Release von „Light In The Dark“ verbindet?
„An erster Stelle wäre es natürlich toll, mit den Jungs einige Shows zu der Platte durchziehen zu können. Ich weiß, dass dies schwierig werden wird, da unser Terminplan mit anderen Aktivitäten ziemlich voll ist. Besonders Jack [Blades] ist mit Night Ranger viel unterwegs. Dennoch bin ich vorsichtig optimistisch, dass sich Freiraum finden wird, so liegen uns zum Beispiel bereits aus Japan Angebote für einige Gigs vor. Ich kann mir vorstellen, dass sich eine kleinere Tour unterbringen lässt, also nichts, was wochenlang bindet. Nippon wie gesagt, und dann noch Europa und hier speziell Länder wie Großbritannien oder Deutschland. Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen, wenn sich das realisieren ließe.“

Es ist ja kein Selbstläufer, dass ein Zusammenschluss bekannter Musiker ein Erfolg wird.
„Über die positiven Reaktionen zu unserem Debüt bin ich schon überrascht gewesen, denn die Namen alleine garantieren dir noch lange keine wohlwollenden Stimmen. Gleichzeitig war ich jedoch auch etwas traurig, denn trotz einiger Tourangebote konnten wir diese bedauerlicherweise durch unsere anderen Termine nicht umsetzen. Dennoch wollten wir nach nur einer Platte das Kapitel der Revolution Saints nicht schon wieder beenden und vereinbarten ein Zeitfenster für die Entstehung eines zweiten Albums. Dieses Mal haben wir die Scheibe auch gemeinsam auf die Beine gestellt. Alle Songs sind von uns geschrieben, bis auf die Ballade ‘I Wouldn’t Change A Thing’. Die hat Richard Page von Mr. Mister verfasst.“

Auf dem Werk befinden sich einige Knaller, so dass ich sicher bin: „Light In The Dark“ wird gut angenommen werden. Angesichts der Klasse des Rundlings bleibt die Frage, wie haben die Jungs das zeitlich alles eintakten können, war Doug zum Beispiel kürzlich noch mit den Dead Daisies live unterwegs?
„Mit den Dead Daisies habe ich ungefähr die Hälfte des Jahres zu tun. Die restlichen Monate kann ich mit anderen musikalischen Aktivitäten füllen. Im Januar, Februar schrieben wir die Tracks, schickten uns gegenseitig ein paar Ideen zu. Wir verstehen uns alle so gut, so dass im Vorfeld schon einiges abgeklärt werden konnte, bis es dann an die eigentlichen Aufnahmen ging. Die Platte selbst haben wir in Italien innerhalb von drei Wochen aufgenommen, was die Basistracks und die Arrangements angeht. Von mir kam dann anschließend noch etwas Gitarrenarbeit, und Deen [Castronovo] blieb noch eine zusätzliche Woche für einige Gesangsparts. Ich hatte nicht so viel Zeit, denn die Dead Daisies-Tournee wartete auf mich. So erledigte ich die restlichen Dinge von mir, als ich live unterwegs war, und schickte dem Team dann alles zu.“

Drei bekannte Musiker unter einer Haube. Spielten da die Egos keine große Rolle?
Doug lacht: „Über solchen Kram sind wir längst hinweg. Die Beziehungen untereinander sind von Freundschaft und Respekt geprägt, da ist für anderes überhaupt kein Platz. Und ohne dieses Zwischenmenschliche würden die Revolution Saints nicht funktionieren. Besonders Deen und ich haben in der Vergangenheit viel Zeit miteinander verbracht, das schweißt zusammen. Es ist etwa acht, neun Jahre her, da waren wir einige Zeit gemeinsam live unterwegs. Jack als dritter Part ist unglaublich, sein musikalischer Background in all den Jahrzehnten. Die Erfahrung, über die er verfügt, die vielen Geschichten, die er erzählen kann. Und dazu noch ein unheimlich netter Typ, vollkommen unkompliziert.“

Konnte man die Revolution Saints mit der ersten Scheibe noch als Projekt ansehen, zumal das italienische Label Frontiers gerne Musiker für eine gemeinsame Sache zusammenschmeißt, liegt mit dem Zweitwerk der Gedanke an eine Gruppe doch näher.
„Ganz so weit sehe ich es noch nicht, wobei ich guter Dinge bin, dass es sich dahin entwickelt. Ganz wichtig für den Bandgedanken ist es, dass man zusammenkommt und auch live spielt. Das müssen jetzt nicht wahnsinnig viele Gigs sein, aber ein paar mehr als den Festivalauftritt in Mailand im Frühjahr 2017 hätte ich schon gerne.“

Alessandro Del Vecchio ist nicht nur bei vielen Frontiers-Releases der Produzent, er wirkte auch bei eurem Debüt mit. Wie war es, jetzt wieder mit ihm zu tun zu haben?
„Er hat auch als Songwriter einige Sachen mitverfasst und zudem einige Keyboard-Passagen beigesteuert. Alessandro kennt sich einfach in dem Geschäft aus und konnte aus den Revolution Saints das herauskitzeln, was beim Einstand eventuell noch fehlte. Seit der Veröffentlichung 2015 ist ja etliches bei uns passiert. Manche guten und dann wieder weniger erfreuliche Dinge. Ich zum Beispiel brauchte unbedingt Zeit für meine Familie, wollte mich um meinen Sohn kümmern. Deen wirkte damals noch bei Journey mit, Jack bei Night Ranger. Nun ist die Situation ein wenig anders, speziell für Deen, der außer den Revolution Saints derzeit keine weiteren Aktivitäten hat. Bei mir sieht es so aus, dass ich mir um die Dead Daisies herum meinen Freiraum habe schaffen können, nicht nur für Revolution Saints, denn auch mit Burning Rain habe ich wieder zu tun, denn die Formation wurde wiederbelebt. Mit Alessandro erneut zu arbeiten, besaß zudem Charme, sein Studio in Italien nutzen zu können. Wir waren in einer ländlichen Gegend etwas außerhalb Mailands. Alles sehr ruhig und entspannt dort, die perfekten Arbeitsbedingungen garniert mit gutem Essen und Wein. Dazu das tolle Studio von Alessandro. Wir waren alle fokussiert und konnten konzentriert an der Scheibe arbeiten.“
Text: Marco Magin
Pic by Johnny Pixel

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