Sons Of Apollo

„Die Götter müssen verrückt sein …“

In Anlehnung an das Zitat aus der Überschrift wird die CD „Psychotic Symphony“ wohl nicht unbedingt vom Afrikanischen Himmel fallen. Dennoch kommt dieses Album doch irgendwie aus heiterem Himmel und wird eventuell für ähnlich großes Aufsehen sorgen wie einst diese berüchtigte Flasche, und das sicherlich weltweit. Und wie das oftmals so ist, fanden sich hier bekannte Musiker zusammen, die sich unter dem Banner Sons Of Apollo als neue „Super Group“ eindrucksvoll Gehör verschaffen.

Das Line-up dieser Truppe dürfte jeden Rockfan mit der Zunge schnalzen lassen, immerhin handelt es sich hier um die neue musikalische Spielwiese der beiden ehemaligen Dream Theater-Kollegen Drummer Mike Portnoy und Tastenakrobat Derek Sherinian. Komplettiert wird diese hochkarätig besetzte Band mit dem Ex-Guns N’ Roses-Gitarristen Ron „Bumblefoot“ Thal sowie Bassist Billy Sheehan (Mr. Big, ex-David Lee Roth) und Ausnahmesänger Jeff Scott Soto (ex-Journey, Yngwie Malmsteen, ex-Axel Rudi Pell), die sich hier alle hörbar pudelwohl fühlen. Mit einer ausgewogenen Mischung aus wuchtigem Prog Metal und Elementen des Classic Rock liefern Sons Of Apollo mit „Psychotic Symphony“ neun wirklich beeindruckende Kompositionen ab, bei denen sich die Musiker nach Herzenslust austoben.

Der „Herr der Tasten“ Derek Sherinian meldet sich aus Los Angeles, um einige Hintergründe zur neuen Super Group zu erläutern.

Ist es nicht doch ein bisschen anmaßend, sich angelehnt an die griechische Mythologie als „Söhne des Gottes des Lichtes und der Künste bezeihungsweise der Musik“ zu bezeichnen, was Apollo nun einmal war?
„Mike und ich hatten ungefähr zweihundert Bandnamen im Hinterkopf beziehungsweise auf dem Zettel stehen, unter anderem stand da auch ‘Apollo’. Allerdings fanden wir diesen Namen doch ein bisschen zu viel des Guten und daher beschränkten wir uns auf Sons Of Apollo. Da Apollo ja der Gott der Musik war, schien uns das doch als etwas unangemessen, weshalb wir uns für den Nachwuchs entschieden.“

Wann fiel der Startschuss für diese neue Super Group?
„Mike und ich sprachen in den letzten fünf Jahren immer wieder darüber, eine neue Band ins Leben zu rufen. Doch irgendwie schoben wir diesen Gedanken immer wieder vor uns her. Jetzt im Jahr 2017 fanden wir es endlich an der Zeit, unsere Pläne und das Konzept, das uns vorschwebte, in die Tat umzusetzen. Wir haben uns jetzt ausschließlich auf diese Band fokussiert. Interessant ist sicherlich auch die Tatsache, dass, als Mike und ich mit dem Songwriting begannen, wir eigentlich davon überzeugt waren, ein Album aufzunehmen, das noch viel mehr in der Ecke des Progressive Metal angesiedelt sein würde, als wir es von unseren Dream Theater-Zeiten gewohnt waren. Nachdem wir aber die anderen Musiker mit an Bord und gemeinsam an den Songs gearbeitet hatten, zeigte sich, dass sich das Ganze in eine etwas andere Richtung entwickeln würde. Das Endergebnis übertrifft unsere eigenen Erwartungen und der Sound, den wir zusammen kreiert haben, ist sehr cool. Wir vermengen die klassischen Rockmusikelemente mit unseren anderen musikalischen Einflüssen. Es bleibt aber dennoch genügend Platz für Virtuosität. Sons Of Apollo sind eine perfekte Mischung aus Technik und Gefühl. Wir dürften damit also die Fans der unterschiedlichsten Rockgenres ansprechen. Wir hatten alle mächtig viel Spaß im Studio und ich finde, das hört man auch. Sons Of Apollo ist eine perfekte Mischung unserer musikalischen Einflüsse.“

Aber nicht etwa nur Jeff Scott Soto oder Billy Sheehan waren die Hauptverantwortlichen für das Einbringen der klassischen Rockelemente im Sound der Sons Of Apollo, sondern vor allem Gitarrist Ron „Bumblefoot“ Thal drückte der Band seinen Stempel auf, wie Derek erläutert.
„Ron war mit mir und Mike der Hauptsongwriter und er steuerte wirklich coole Riffs bei. Er hat einen wahnsinnig umfassenden Background, was Rockmusik angeht, und auch was Progressive Rock betrifft. Es hat viel Spaß gemacht, mit Ron an den Songs zu arbeiten und meinen eigenen Musikstil mit den Ideen von Ron zu kombinieren. Grundsätzlich sind aber natürlich alle Musiker für das positive Endergebnis verantwortlich, jeder auf seine Weise.“

Wie kam letztlich der Kontakt zu beziehungsweise zwischen den einzelnen Musikern zustande? Lagen jahrelange Planungen zugrunde oder passierte das relativ spontan?
„Mike und ich arbeiteten mit Billy Sheehan schon 2012 zusammen, als wir eine Instrumental-Tour mit Tony McAlpine absolvierten, und da blieben wir natürlich immer irgendwie in Kontakt. Mike brachte Ron und Jeff mit ins Boot, was wirklich eine großartige Wahl bedeutete. Sie ergänzen diese Band zu einem perfekten Ganzen.“

Derek gibt zu, selbst gewisse Erwartungen an das Debütalbum „Psychotic Symphony“ zu knüpfen.
„Es ist natürlich grundsätzlich immer schwierig, gewisse Erwartungen ans Musikbusiness zu stellen, weil du nie weißt, wie sich so etwas letztlich entwickeln wird. Aber wir wissen natürlich genauso gut, dass wir hier ein großartiges Album aufgenommen haben, mit dem wir alle mehr als zufrieden sind und von dem wir uns doch einiges erwarten. Als nächsten Schritt möchten wir uns eben nun so gut wie möglich live präsentieren. Mit einem neuen Management im Rücken hoffen wir, dieses Vorhaben in 2018 umsetzen zu können. Wie erfolgreich Sons Of Apollo aber letztlich sein werden, das liegt einzig in den Händen der Leute da draußen, je nachdem, wie unser Album bei den Fans ankommt.“

Die Verantwortung für das Songwriting lag hauptsächlich bei Mike und Derek, die die Grundideen entwickelten, obwohl die Endfassungen der Songs dann von allen Bandmitgliedern weiterentwickelt wurden.
„Ich schickte meine ersten Songideen im September letzten Jahres an Mike. Als Erstes war das ‘God Of The Sun’, und als Mike diesen Song hörte, war er sich gleich sicher, dass genau dieser Track das Album eröffnen sollte. Deswegen bildet dieser elfminütige monumentale Song den Einstieg in ‘Psychotic Symphony’. Ich war sehr aufgeregt und habe fleißig weiter an meinen Ideen gearbeitet. Als wir dann im März dieses Jahres zusammen mit Ron Bumblefoot Thal ins Studio gingen, hörten wir uns zusammen alle bis dahin gesammelten Ideen noch einmal an und entwickelten daraus letztlich die einzelnen Songs. Mike und ich halfen Jeff Scott Soto noch bei den Melodien und den Texten. Ehrlich gesagt lastete auf Jeffs Schultern mächtig viel Druck, weil wir doch einen sehr hohen Standard bei den Texten voraussetzten und eine gewisse grundsätzliche Vorstellung davon hatten, wie diese ausfallen sollten. Jeff erfüllte diese Erwartungen aber in vollem Umfang, auch die Art und Weise, wie er singt, ist sehr cool und rockig zugleich.“
Text: Thomas Klaner
Pic by Hristo Shindov

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